Über mich
Ich bin Tanja. Seit vielen Jahren begleite ich Menschen durch unterschiedliche Lebensphasen. Als Sozialarbeiterin habe ich gelernt, Menschen nicht auf einzelne Themen oder Symptome zu reduzieren, sondern sie in ihrer ganzen Geschichte zu sehen.
Mein Weg führte mich über Gewaltfreie Kommunikation, Yoga, Meditation, Achtsamkeit und Karam Kriya immer wieder zu einer Frage: Was hilft uns, wirklich bei uns anzukommen?
Die Antwort fand ich zunehmend im Körper.
In der craniosacralen Arbeit erlebte ich, wie viel geschehen kann, wenn wir still werden und mit den Händen zuhören. Später begegnete ich durch die Tantra-Massage der Berührung in ihrer Verbindung mit Intimität, Vertrauen, Grenzen und Sexualität. Diese Erfahrungen waren wichtig und besonders. Gleichzeitig wurde mir immer deutlicher, dass mich etwas noch Grundsätzlicheres bewegt: die Berührung selbst – und die Frage, was in einem Menschen geschieht, wenn er sich darin sicher und willkommen fühlt.
So vertiefte ich meinen Weg mit Art of Touch, Faszienarbeit und weiteren Formen der Massage. Dabei ging es mir nie allein um Techniken. Mich berührt, was entstehen kann, wenn ein Atemzug tiefer wird, Spannung nachlässt und ein Mensch wieder mehr Raum in seinem eigenen Körper findet.

Denn auch mein persönlicher Weg führte mich dorthin zurück.
Lange war mein Körper für mich vor allem etwas, das funktionieren sollte. Ich war es gewohnt, mich anzupassen, Erwartungen zu erfüllen und über meine eigenen Grenzen hinwegzugehen. Ich suchte Halt im Arbeiten, im Leisten, darin, es anderen recht zu machen, und zeitweise auch in Substanzen. Vieles davon half mir, nicht fühlen zu müssen - und entfernte mich zugleich immer weiter von mir selbst.
Ich war geübt darin, mich zu übergehen. Weniger darin, mich wahrzunehmen.
Der Weg zurück begann in kleinen Momenten: mit einem Atemzug, den ich nicht länger zurückhielt. Einer Grenze, die ich ernst nahm. Einer Pause, die ich mir erlaubte. Einer Berührung, unter der ich erfahren konnte, dass mein Körper nicht mein Gegner ist.
Nach und nach wurde er zu einem Raum, den ich wieder betreten konnte – und immer mehr zu meinem Zuhause. Zu dem Ort, an dem ich mein Leben fühle: meine Freude und Verletzlichkeit, meine Kraft und Sehnsucht, meine Trauer und Wut, meine Bedürfnisse und Grenzen.
Mit dieser Rückkehr wurde mir bewusst, wie viel Liebe darin liegt, mir selbst Gutes zu tun. Mich zu nähren. Mich zu pflegen. Meine Grenzen zu achten. Mir Ruhe zu schenken. Mich nicht erst dann liebevoll zu behandeln, wenn ich etwas geleistet oder verändert habe.
Auch ich bin als Mensch weiterhin auf dem Weg. Jeden Tag übe ich aufs Neue, mich für mich zu entscheiden – Tag für Tag, Stunde für Stunde, Moment für Moment. Bei mir zu bleiben, auch wenn es schwierig wird. Mich nicht zu übergehen, sondern mir zuzuhören und mir mit Wärme, Geduld und Annahme zu begegnen.
Und wenn mir das nicht gelingt, darf ich es bemerken, mir verzeihen und weitergehen. Liebevoll mit mir zu sein, ist kein Ziel, das ich irgendwann endgültig erreiche. Es bleibt ein Übungsfeld – lebendig, ehrlich und ein Leben lang.
Aus dieser Erfahrung heraus ist Massage für mich mehr als eine wohltuende Behandlung. Sie kann ein Zugang zum eigenen Körper sein: eine Einladung, wieder zu spüren, ohne sofort etwas verändern zu müssen. Berührung kann uns daran erinnern, dass wir nicht falsch sind und unser Körper nicht gegen uns arbeitet. Vielleicht hat er nur sehr lange versucht, uns zu schützen.
Entspannung lässt sich nicht erzwingen. Ein Körper wird nicht weich, weil wir es von ihm verlangen. Er kann loslassen, wenn er sich sicher fühlt – wenn nichts von ihm erwartet wird, der Atem freier fließen darf und er erfahren kann:
Ich muss gerade nichts leisten. Ich darf einfach da sein.
Diesen Raum möchte ich in meiner Arbeit öffnen.
Einen Raum, in dem eine Massage einfach guttun darf. In dem du entspannen, genießen und neue Kraft schöpfen kannst, ohne etwas erklären oder bearbeiten zu müssen. Und einen Raum, in dem Berührung – wenn du es möchtest – auch der Anfang von etwas Tieferem sein kann: von bewusster Körperarbeit, einer liebevolleren Beziehung zu dir selbst oder einer Begleitung durch eine Lebensphase.
Was daraus entsteht, muss nicht vorher feststehen. Es darf mit einer Massage beginnen. Mit einem Atemzug. Mit einem ersten Moment, in dem du dich wieder spürst.
